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By Christof Koch

Wie kann Aktivität im Gehirn Gefühle auslösen? Wie kann „bloßes Fleisch“ – so wird der Körper in Cyberpunkromanen oft abfällig genannt -- subjektives Empfinden hervorbringen? Oder allgemeiner gesagt: Wie kann etwas Physisches etwas Nichtphysisches, subjektive Zustände erzeugen? Ob es der Zahnschmerz ist, die Freude beim Anblick der eigenen Kinder oder der Geschmack eines edlen Weins, sie alle haben denselben Ursprung in der Aktivität von Nervengewebe, im Bewusstsein. Christof Koch forscht seit Jahren über das Thema Bewusstsein. In einer artwork Bestandsaufnahme zeigt er den derzeitigen Stand der Forschung auf, an dem auch maßgeblich Wissenschaftler wie Francis Crick, Ned Block, David Chalmers, Stanislas Dehaene, Giulio Tononi und Wolf Singer mitgewirkt haben. Ihm erscheint nicht als Widerspruch, mit naturwissenschaftlichen, empirischen Methoden erklären zu wollen, wie Gefühle entstehen. Wir sind uns der meisten Dinge, die in unserem Kopf vorgehen, nicht bewusst. Koch postuliert, dass Zombies ohne Bewusstsein in weiten Teilen unser Leben steuern, auch wenn wir der festen Überzeugung sind, darüber selbst zu bestimmen. Seiner Meinung nach wird es gelingen, empfindungsfähige Maschinen zu bauen – er liefert eine erste Vorlage hierfür im Buch. Er reflektiert so diversified Aspekte wie die Unterscheidung zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein, das Unbewusste, die Physik und Biologie des freien Willen, Hunde, den Ring der Nibelungen, den Glauben an einen persönlichen Gott und Traurigkeit. Kochs Buch ist mehr als ein wissenschaftlicher Überblick – es ist zudem Bekenntnis, Autobiographie und futuristische Spekulation.

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Vehement lehnte er jede Erklärung ab, die auch nur im Entferntesten nach religiösem oder wirrköpfigem („woolly-headed“ eines seiner Lieblingsworte) Denken aussah. Doch weder meine metaphysischen Ansichten noch der Altersunterschied von 40 Jahren hielt uns davon ab, eine tiefe und beständige Mentor-Schüler-Beziehung zu entwickeln. Er schätzte die Möglichkeit, pausenlos neue Ideen mit einem jüngeren Mann mit viel Energie, Fachwissen, Freude am Spekulieren und dem Mut, ihm gelegentlich mit Nachdruck zu ­widersprechen, zu 2 Persönliches 35 reflektieren.

In Kapitel 6 erfahren Sie mehr darüber. Solch unbewusstes Handeln nötigte uns, die Vorteile eines Bewusstseins zu untersuchen. Warum ist das Gehirn nicht bloß eine Ansammlung spezialisierter Zombies? Wozu braucht man überhaupt ein Bewusstsein, da diese doch ohne großen Aufwand und schnell arbeiten? Weil das Leben uns manchmal Streiche spielt! Das Unerwartete geschieht, und wir müssen plötzlich nachdenken, bevor wir handeln. Unser normaler Weg zur Arbeit ist durch einen Stau blockiert, und wir überlegen uns andere Strecken.

Es gibt nichts, was dem Bewusstsein vergleichbar wäre, und es besteht keine Einigkeit darüber, ob man je seine physikalische Grundlage verstehen wird. John Tyndall, der irische Physiker, der entdeckte, warum der Himmel blau ist und dass Wasserdampf und Kohlendioxid die wichtigsten Treibhausgase in der irdischen Atmosphäre sind, beschrieb schon 1868, welche Schwierigkeiten es bereitet, Bewusstsein und Gehirn miteinander zu verknüpfen: Der Übergang vom physikalischen Gehirn zu den entsprechenden Tatsachen des Bewusstseins ist als Resultat mechanischer Vorgänge nicht vorstellbar.

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